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Gutes Ranking ohne SEO?

Gutes Ranking ohne SEO?

SEO Suchmaschinenoptimierung

Wie funktioniert ein gutes Ranking ohne SEO?

Wie machen manche Websites das? Sie beachten SEO, also die Suchmaschinen-Optimierung, gar nicht, werden aber trotzdem ganz oben gerankt. Eine unbewusste Optimierung ist hier der Trick. Bedeutet das, dass SEO gar nicht so beachtet werden muss? Wie indexiert Google überhaupt Websites und wie läuft die Vergabe von Rankings?

Entscheidende Faktoren beim Google Ranking

Google achtet auf mehr als 200 verschiedene Ranking-Faktoren. Laut eigener Aussage. Indirekte Kriterien, z. B. die Usability oder auch Benutzerfreundlichkeit, spielen ebenfalls eine Rolle, zusätzlich zur unterschiedlichen Gewichtung der einzelnen Faktoren. Das heißt: wenn eine Website auf dem ersten Platz bei einem bestimmten Suchbegriff in den Suchergebnissen landet, dann bekommt sie bei der Verrechnung aller Ranking-Faktoren einen besseren Wert als andere Websites, die für den gleichen Suchbegriff stehen.

Google ist es wichtig, vor allem die Websites gut zu platzieren, die möglichst gut zur Suchintention des Users passen. Das gilt auch für Websites, die keine aktive Optimierung erfahren haben.

Welche Vorteile hat die SEO-Optimierung denn dann?

Ein Beispiel: eine Website, die als Fahrtkosten-Rechner für PKWs entwickelt wurde. Mit dieser Seite lassen sich die Fahrtkosten für eine bestimmte Strecke berechnen, wenn man Entfernung, Spritverbrauch und Benzinpreis eingibt. Der Aufbau der Seite kann technisch und inhaltlich sehr verschieden sein. Hier sind drei Möglichkeiten dieses Aufbaus:

Beispiel 1: Wenn der Themenbezug fehlt

Der User sieht nur die Eingabefelder und das Ergebnisfeld für die Fahrtkosten. Kein weiterer Inhalt, keine Erklärung, keine Überschriften. Zudem wurde die Seite einfach nach dem Betreiber / Inhaber benannt (z. B. Schmidt.de)

Klar, die Suchintention für den Nutzer ist erfüllt, Fahrtkosten berechnen, aber Google findet keinerlei Hinweise darauf, welche Relevanz die Seite besitzt und welchem Suchbegriff sie zugeordnet werden kann. Auch der Seitentitel gibt keinerlei Aufschluss. So erhält die Website eher keinen hohen Platz in den Suchergebnissen.

Beispiel 2: Wenn die Kennzeichnung korrekt ist

Diese Website ist fast wie in Beispiel 1, allerdings besitzt diese Seite eine Textbeschreibung und Überschriften. Zudem verfügt sie über einen themenbezogenen Titel (z.B. fahrtkostenrechner.de).

Jetzt kann Google schon viel besser einschätzen, welche Relevanz die Seite für den entsprechenden Suchbegriff hat. So ist es durchaus möglich, dass die Seite hoch gerankt wird, je nach Nutzungshäufigkeit der User.

Beispiel 3: Wenn die Optimierung nutzerorientiert ist

Noch eine weitere Version ist, wie in Beispiel 2, ergänzt um andere Funktionen, die ebenfalls gerne von den Usern genutzt werden. Vorstellbar wäre in diesem Fall die Möglichkeit, eine Fahrtroute einzugeben, eine Benzinsorte auszuwählen, die mitfahrenden Personenanzahl anzugeben, etc.. Außerdem ist diese Seite ansprechend gestaltet und besitzt eine außerordentlich gute Ladegeschwindigkeit.

Wie sieht es jetzt hier aus? Suchintention und Themenrelevanz sind erfüllt plus weitere Ranking-Faktoren wie Funktionalität, Design und Mehrwert. Das Design spielt ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Rolle, denn es sorgt gemeinsam mit den anderen genannten Elementen dafür, dass die Nutzungsdauer steigt. Eine höhere Aufenthaltsdauer des Users signalisiert Google, dass die Nutzer eine höhere Interaktivität zeigen. Das ist für ein gutes Ranking sehr wichtig.

SEO und die Technik dahinter

Der Inhalt einer Website kann, wie gerade gesehen, einen großen Einfluss auf das Ranking und die Platzierung haben. SEO besteht aber auch aus technischen Kriterien und hier gibt es einige Stolpersteine zu beachten. 

Der Suchmaschinen-Crawler von Google kann nämlich angeleitet werden, wie er eine Website inklusive Unterseiten indexieren soll. Hier kann es leider auch zu einer kompletten Deindexierung kommen. Das kann so kommen:

Problem 1: Falsche Meta Tags

Meta Tags gehören zum HTML-Code und sind für den Normalo-User gar nicht sichtbar. Es gibt Meta Tags für Title und Description aber auch solche Tags wie „nofollow“ oder „noindex“. An der falschen Stelle eingesetzt, kann das dazu führen, dass der Google Crawler nicht weiter crawlt, so dass bestimmte Unterseiten dann nicht auffindbar sind. Hier ist das genutzte Content-Management-System und Plugins besonders zu beachten. 

Problem 2: Falsche Canonical-Attribute

Canonical-Attribute werden ebenso wie Meta Tags häufig automatisch gesetzt. Praktisch, das führt allerdings auch manchmal dazu, dass häufiger vorkommende Inhalte von verschiedenen Unterseiten einfach aus dem Google Index rausgestrichen werden.

Problem 3: Fehler in Robots.txt

Die Robots.txt kann komplette Unterverzeichnisse einer Seite oder gar den ganzen Crawl-Prozess bestimmter Crawler unterbinden. Mit falschen Einträgen droht hier eine ungewollte Deindexierung.

Problem 4: die Doorway-Pages

Wussten Sie, dass „Doorway-Pages“, auf deutsch „Brücken-Seiten“ oft von Google als Spam eingestuft werden? Das kann zu einer temporären Entfernung aus dem Google Index führen. Entweder von den betroffenen Unterseiten oder sogar der kompletten Website.

Problem 5: Die HTTPS-Verschlüsselung fehlt

Das bedeutet, dass diese Seite im Browser des Users als „nicht sicher“ angezeigt wird. Nicht gerade die Seite, auf die man gerne klickt. Auch Google sieht unsichere Inhalte mit Zweifel. Eine Deindexierung muss das nicht zur Folge haben, aber es wirkt sich sicherlich auch nicht positiv auf das Ranking aus.

Problem 6: die Dopplung der Inhalte

Manchmal möchte man größere Textbausteine auf mehreren Unterseiten ebenfalls nutzen. Hiermit sollte man allerdings sehr vorsichtig sein. Denn Google straft doppelten Content oftmals ab. Eine Aufblähung der Inhalte ist weder nutzerfreundlich noch Google-freundlich. Reduzieren Sie also ihre doppelten Inhalte oder nutzen Sie einen entsprechenden Meta-Tag für „Canonical-Content“.

Problem 7: Die Seite lädt zu langsam

Wie schnell eine Seite sich aufbaut und lädt, hat weitaus größeren Einfluss auf das Ranking, als Sie vielleicht vermuten. Denn je schneller die Ladegeschwindigkeit, umso eher bleibt der User auf der Seite. Umgekehrt springt er ansonsten schnell ab.

Fazit: Sollte SEO gezielt eingesetzt werden?

Kommen wir nochmal zum Beispiel des Fahrtenrechners zurück: wer sich in sein Auto setzt und einfach losfährt, kann auch am Ziel ankommen. Die Wahrscheinlichkeit gut anzukommen steigt jedoch, wenn man den Benzinstand überprüft, die Spiegel checkt und das Navi bei unbekannter Route einschaltet.

So ähnlich ist es mit SEO. Man kann auch (mit viel Glück) Erfolge haben ohne zielführende Suchmaschinen-Optimierung, aber man verschenkt Potential. Von technischen Stolpersteinen gar nicht zu reden.

Wenn Sie also langfristig auf eine sichere Basis erfolgreich im Ranking sein möchten, kommen Sie an SEO nicht vorbei. So können Sie sicher stellen, dass bisherige Ranking-Ergebnisse sich verbessern. Inklusive optimierter Usability.

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